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Welche Verantwortungen tragen wir? - Rhetorikwettstreit 2026

Am letzten Freitag, dem 12. Juni 2026, fand der 18. Rhetorikwettstreit unserer Schule statt. Die 10. Klassen Beschäftigten sich in den letzten Wochen mit dem Thema Verantwortung und dem dazu passenden Zitat von Jean-Paul Sartre „Mensch sein heißt, Verantwortung zu tragen.“. 
Die zwei besten Redner aus jeder Klasse wurden ausgewählt, um an diesem Tag ihre Rede vor dem gesamten Jahrgang, ihren Deutschlehrern und einer Jury, bestehend aus Frau Pätsch, Direktorin des Kleist-Museums, Herr Dr. Wojciechowski, Gründer des Collegium Polonicums, Josefine Stoll, Teilnehmerin des 16. Wettstreits und Marie Hohmuth, Vertreterin der 11. Jahrgangsstufe, vorzutragen. Alle 10 Schüler boten in beeindruckendem Maße ihre literarischen, sprachlichen Fähigkeiten dar, wodurch es der Jury sehr schwer fiel, ihre Entscheidungen zu treffen. 
Den ersten Platz belegte Lysann Hoffmann aus der 10e mit ihrer Rede „Der Verantwortung nicht gerecht werden, ist Menschlichkeit“. Sie überzeugte mit statistisch belegten Fakten, wählte ihre Pausen sehr gut und ihr gelang es, dass Publikum so mit einzubeziehen, dass es auf ihre Fragen antwortete. Außerdem spiegelte ihr ganzer Körper ihre eigene Überzeugung und ihr Engagement wider. Den zweiten Preis erhielt Emmylou Wanntke aus der 10b, die sich zum Thema Mobbing äußerte. Besonders einprägsam waren die treffenden Aussagen, welche sie mit viel Kraft und Betonung untermauerte. Esther Papmahl ebenfalls aus der 10e, belegte nicht nur den dritten Platz, sondern konnte mit ihrer emotionalen Rede „Tötung aufgrund ihres Geschlechtes“ auch das Publikum für sich begeistern. Sie erhielt dafür den entsprechenden Publikumspreis. Die Rede ging aufgrund ihrer persönlichen Wirkung unter die Haut. Die Wirkung ihres Vortrags konnte Esther durch den Klang von Zerbrechlichkeit in ihrer Stimmenoch verstärken, der keinesfalls Sicherheit oder Verständlichkeit beeinflusste. 
Weitere Teilnehmer, die nicht umbenannt bleiben sollen, da sie eine starke Leistung erbracht haben, waren Abigail Heide (10a), Melanie Müller (10a), Jessica Rykalla (10b), Emily Hanna (10f), Anna Marie Spickenagel (10f), Liam Gallier (10g) und Lennard Radlow (10g). Ich ziehe meinen Hut vor ihnen, da sie sich überhaupt getraut haben, vor so vielen Menschen etwas vorzutragen. 
Unterbrochen und aufgelockert wurde das Programm von den Musikkursen, die, begleitet von Frau Heidemann, zwei Lieder sangen und einzelnen Schülern an der Bratsche und dem Cello. 
Insgesamt war es ein gelungener Rhetorikwettstreit, bei dem wirklich jede Rede einen individuellen Denkanstoß gab, sodass sich auch das Publikum intensiv mit dem Thema der Verantwortung auseinandersetzte.