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Latein-Fahrt nach Norditalien 2025

In der Woche vom 15.09. - 19.09. fuhren Schülerinnen der Lateinkurse 10 bis 12 ins Sehnsuchtsland Italien. Dabei besuchten sie Sirmione, Verona und Venedig. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Weinberg-Schock und Herrn Dr. Bach. 

Die Gruppe selbst hat ihre Erlebnisse hier festgehalten:

Montag (von Ottilie Heide und Marlene Koch)

Im hellen Mittagslicht erreichten wir nach einer langen, anstrengenden und turbulenten 14-Stunden Fahrt, in der sowohl Handys als auch Eier und Zwiebeln durch den Bus kullerten, endlich unsere Unterkunft, die Residence Tiglio in Sirmione. Dort erwartete uns ein wohlverdientes klassisch italienisches Mittagessen, gefolgt von einer Pause, die uns allen guttat. Nach dem Check-in konnten wir uns erst mal umsehen. Unsere Unterkunft befand sich direkt am Gardasee, was uns die kommenden Tage die Möglichkeit gab, dort spontan baden zu gehen.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg in Richtung Altstadt und gelangten zum Anlegesteg, wo bereits ein Boot auf uns wartete. Der Fahrtwind kühlte uns angenehm, während die Sonne langsam tiefer sank und die Wasseroberfläche zum Glitzern brachte.

Die Landschaft ringsum war geprägt von Hügeln und kleinen Orten. Viele nutzten die Gelegenheit, Fotos zu machen, während andere sich einfach von der Atmosphäre treiben ließen. Das Boot fuhr uns eine Stunde lang mit gelegentlichen, kurzen Stops über den See und am Ende fuhren wir noch unter einer bezaubernden Brücke durch. Zurück am Ufer hätten wir eigentlich den gesamten Weg wieder zu Fuß gehen müssen. Doch nach der Bootstour merkten wir schnell, wie die Füße von der langen Fahrt und dem ausgedehnten Hinweg schmerzten. Zum Glück fanden wir in der Nähe einen Bus, der uns in nur wenigen Minuten zurück zur Unterkunft brachte.

Daheim in der Unterkunft hatten wir erneut die Gelegenheit etwas zu essen und konnten uns danach in unsere Betten fallen lassen. Der erste Tag war anstrengend, hat sich aber gelohnt, und wir haben ihn sehr genossen.

 

Dienstag (von Anne Lüdemann und Marlene Koch)

Am zweiten Tag unserer Lateinfahrt stand ein Ausflug in die Stadt Sirmione am Gardasee auf dem Programm. Nach einem individuellen und entspannten Frühstück – einige nutzten die Zeit auch, um noch im See oder im Pool zu schwimmen – machten wir uns gegen Mittag auf den Weg in den Stadtkern von Sirmione.

Unser erster Programmpunkt war der Besuch der Scaligerburg, einer beeindruckenden Wasserburg, die das Stadtbild prägt. Von ihren Türmen aus hatten wir einen großartigen Blick über die Altstadt, den Gardasee und die umliegende Landschaft. Die Burg vermittelte einen eindrucksvollen Eindruck von der mittelalterlichen Geschichte Sirmiones.

Um 15:30 Uhr begann unsere Stadtführung. Unsere Stadtführerin erzählte uns viele interessante Fakten über die Geschichte und die Besonderheiten der Stadt. Besonders spannend war der Besuch der Grotten des Catull, einer antiken römischen Villa, die wir am Vortag bereits vom Boot aus gesehen hatten. Durch die Führung erhielten wir einen tieferen Einblick in das Leben der Römer in dieser Region. Insgesamt hat uns die Stadtführung sehr gut gefallen.

Am frühen Abend, um 18 Uhr, besuchten wir das bekannte Thermalbad von Sirmione. Dort mussten wir zwar alle blaue Badekappen tragen, was etwas lustig aussah, das Badeerlebnis aber keineswegs trübte. Wir probierten verschiedene Becken mit warmem, lauwarmem und kaltem Wasser aus, und manche entspannten sich im Spa-Bereich. Besonders faszinierend waren die Duftduschen, bei denen man sich mit Düften wie Limette, Orange oder Rose erfrischen konnte. Auch der Musikbereich der Therme sorgte für eine besondere Atmosphäre. Das Thermalbad hat uns allen sehr gut gefallen – wir hätten dort gerne noch länger bleiben können.

Nach dem Thermenbesuch hatten wir noch etwas Freizeit, in der wir gemeinsam Abendbrot gegessen haben und anschließend gemütlich durch die Gassen Sirmiones bummelten. Schließlich trafen wir uns wieder am Bus, um zur Unterkunft zurückzufahren.

Der Tag in Sirmione war insgesamt sehr gelungen – eine perfekte Mischung aus Entspannung, Kultur und gemeinsamer Zeit. Wir alle haben ihn sehr genossen.

 

 

Mittwoch (von Martha Manegold)

Wir starteten um 8:00 Uhr unsere Reise nach Verona, einer Stadt, die für ihre reiche Geschichte, beeindruckende Architektur und natürlich für die berühmte Geschichte von Romeo und Julia bekannt ist. Die Fahrt selbst war angenehm, und einige nutzen die Zeit, um Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.

Nach unserer Ankunft in Verona hatten wir zunächst eine Stunde Zeit zur freien Verfügung. Diese nutzten viele von uns, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, sich Frühstück zu besorgen oder einfach die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. Verona empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und einem angenehmen, belebten Stadtbild.

Der Höhepunkt des Tages war zweifellos die dreistündige Stadtführung, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Veronas führte. Wir begannen mit dem beeindruckenden römischen Theater, einem Ort, der uns sofort in eine andere Zeit versetzte. Unsere sachkundige Führerin erzählte uns spannende Geschichten über die Arena von Verona und ihre Bedeutung für die Stadt.

Im Anschluss erkundeten wir weitere Highlights wie die Piazza delle Erbe und natürlich den berühmten Balkon der Julia. Am Ende der Führung waren wir im offenen Theater von Verona und dem darüber liegenden Archäologischen Museum. Dort hat sich jeder individuell ungefähr 40 Minuten Zeit genommen, um das Museum und die verschiedenen Ausstellungsstücke zu erkunden.

Doch auch noch während der Führung konnten wir einen alten Teil der Stadtmauer Verona’s sehen. Dieser Teil steht nämlich im Keller eines öffentlichen Einkaufsgeschäft. Zwischen den Umkleiden und der Kinderabteilung für Jungen sind die Fragmente zu finden.

Nach der Führung hatten wir bis 21:00 Uhr Zeit zur freien Verfügung. Diese Zeit nutzten wir unterschiedlich, um Verona auf eigene Faust zu erkunden, lokale Spezialitäten zu probieren und in den charmanten Geschäften nach Souvenirs zu suchen. Viele von uns entschieden sich, in einem der zahlreichen Restaurants ein traditionelles italienisches Mittag- und Abendessen zu genießen. Der Tag in Verona war eine perfekte Mischung aus kultureller Bildung und persönlicher Entdeckung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Donnerstag (von Barbara Kolendo)

Der Donnerstag war einer der schönsten und außergewöhnlichsten Tage unserer Italienreise im Rahmen des Lateinkurses. An diesem Tag fuhren wir bereits früh am Morgen um 7:00 Uhr los, um Venedig, die weltberühmte Stadt auf dem Wasser, zu erreichen. Die Fahrt dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden, und wir gelangten über die charakteristische Brücke in die Stadt, die uns sofort in eine besondere Atmosphäre versetzte.

Nach unserer Ankunft hatten wir zunächst etwas freie Zeit für einen Spaziergang durch die engen Gassen Venedigs, für ein Mittagessen und kleine Einkäufe. Danach versammelten wir uns auf dem Markusplatz, wo unsere Stadtführung mit einer Reiseleiterin begann.

Das Programm war sehr abwechslungsreich und interessant. Wir besichtigten unter anderem die Basilika San Marco, die zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt gehört, die Kirche San Zaccaria, die berühmte Rialtobrücke, die romantische Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri), sowie den Markusturm und den Dogenpalast, die ehemalige Residenz der Regierung der Republik Venedig. Jede dieser Sehenswürdigkeiten hat eine reiche Geschichte, die uns die Reiseleiterin lebendig und spannend näherbrachte.

Ein weiterer Vorteil dieses Tages war das herrliche Wetter – es war sonnig, warm und wolkenlos. Dadurch konnten wir Venedig in seiner schönsten Erscheinung erleben. Nach dem intensiven Besichtigungsprogramm hatten wir Zeit für ein Abendessen und eine kleine Pause, um die einzigartige Atmosphäre der Stadt zu genießen.

Am Abend erwartete uns ein besonderer Höhepunkt: der Theaterbesuch im Teatro Goldoni. Wir sahen die Aufführung „Titize: A Venetian Dream“, ein akrobatisches Spektakel, das Theater, Tanz und atemberaubende artistische Darbietungen miteinander verband. Diese Vorstellung war nicht nur faszinierend, sondern spiegelte auch auf kreative Weise die traumhafte und geheimnisvolle Seite Venedigs wider.

Nach der Aufführung kehrten wir mit dem Boot zu unserem Bus zurück. Auf dieser Fahrt konnten wir die nächtliche, hell erleuchtete Stadt vom Wasser aus bewundern: ein unvergesslicher Anblick, der diesen Tag perfekt abrundete.

Der Donnerstag in Venedig bleibt uns sicherlich als ein Tag voller Eindrücke, Schönheit und einzigartiger Momente in Erinnerung. Venedig erwies sich als wahres Juwel der italienischen Kultur und Geschichte.

 

Freitag (von Mathilda Bruckhoff)

Am Freitag, unserem letzten Tag in Italien und Abfahrtstag, genossen wir noch die letzten Stunden am wunderschönen Gardasee. Die Zeit war zwar knapp, doch jeder entschied selbst, wie er sie nutzen wollte: im See schwimmen und ein wenig entspannen, in den Pool gehen, in Ruhe frühstücken oder einfach länger schlafen.

Nachdem auch die Zimmer aufgeräumt und die Sachen gepackt waren, fanden sich alle kurz vor 10:00 Uhr beim Bus ein. Kurze Zeit später fuhren wir ab und verließen das Gelände. Doch bevor es richtig los ging, legten wir noch einen Zwischenstopp ein. In einer Einkaufshalle in Sirmione hatte jeder nochmal die Chance, Proviant für die Fahrt oder kleine Geschenke für Familie und Freunde zu kaufen.

Danach begann unsere Fahrt in Richtung Frankfurt an der Oder.