Grundlegende Kompetenzen
Die folgenden Kompetenzen sind zentraler Bestandteil des Deutschunterrichts in allen Klassenstufen.
Lesen – mit Texten und Medien umgehen
Hier lernen Schülerinnen und Schüler, wie man sich als Leser, Zuhörer und Zuschauer literarische Texte, Sachtexte oder mediale Texte aneignet. Sie erfahren die unterschiedliche Funktion von Texten, verstehen zum Beispiel, ob ein Text uns informieren oder manipulieren soll, ob er objektiv oder subjektiv Sachverhalte erläutert.
Auch die eigene Sprache zum Beispiel des Bildes, des Films und der Werbung muss verstanden werden, damit wir sie kritisch beobachten und einschätzen können.
Schreiben
Mit dem, was wir schreiben, beginnen wir eine besondere Kommunikation mit anderen. Wir stellen etwas dar oder reflektieren Sachverhalte, rufen zum Nachdenken oder Handeln auf. Unser Schreiben soll auf die spezielle Situation und die Leserschaft zugeschnitten sein und sich an unserem selbst gesteckten Ziel orientieren.
Deshalb erwirbt man in diesem Lernbereich die Fähigkeit, sprachliche Mittel zweckentsprechend und begründet einzusetzen sowie die eigenen Texte – inhaltlich, vom Aufbau, vom Ausdruck und der Rechtschreibung her - zu überarbeiten. Verschiedene Präsentationsformen und Gestaltungsmöglichkeiten werden erprobt, zum Beispiel Tagebucheinträge, selbst verfasste lyrische und epische Texte, richtiges Formatieren von Texten am Computer, eigenes Verfassen von Hörspielen, Raps und Sketchen oder Filmen, Wandzeitungen, Plakate, Mails, Briefe und anderes.
Sprechen und Zuhören
Sprechen und Zuhören sind nicht voneinander zu trennen: Nur wenn wir zuhören, können wir auf den anderen und seine Gedanken eingehen und uns mit ihm auseinandersetzen. Nur wenn wir unsere Gefühle und Gedanken aussprechen und sie anderen begreiflich machen können, kann er uns kennen lernen und verstehen. Nur so gelingen gute Gespräche.
Das Sprechen und Zuhören muss erlernt und geübt werden! Wir üben und erproben es in verschiedensten Formen, zum Beispiel in Debatten, in Vorträgen, beim Vortragen und Sprechen über Literatur, beim Erzählen, beim Argumentieren, beim gezielten Einsatz rhetorischer Mittel und anderem.
Sprachwissen und Sprachbewusstsein entwickeln
Sprachkompetenz ist nicht auf die richtige Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik reduzierbar. Sie schließt auch die Fähigkeit zur adressaten-, intentions- und situationsgerechten Kommunikation ein und erfordert Wissen über die verschiedenen Textsorten. Eine Rede zur Silberhochzeit der Eltern verlangt zum Beispiel eine andere Sprache als das Gespräch in der Diskothek.
Geschriebene und ungeschriebene Regeln der Kommunikation verändern sich mit den gesellschaftlichen Bedingungen, da diese auch die Kommunikationsbedürfnisse beeinflussen. Der Deutschunterricht betrachtet das System der Sprache und die sprachliche Kommunikation in ihrer Entwicklung.





