Wieder mal haben uns die Würmer geplagt.
Was kann man dagegen tun, war natürlich die meist gestellte Frage.
Sofort begann eine rege Diskussion:
"Besorg Dir doch dies und jenes Programm, aktualisiere Dein Windows und und und... "
Am Ende kam, wie sollte es anders sein, die Frage: "Können Sie nicht mal eine Übersicht ins Netz stellen?
Ist doch viel bequemer mit den Links und so!"
Thema also: Wie sichert man seinen Computer möglichst einfach und doch gut gegen die Gefahren aus dem Internet ab, ohne gleich den finanziellen Kollaps zu erleiden?
Ein paar sinnige Sprüche vorn weg, weil ich sie so oder ähnlich immer wieder gelesen habe:
- Absolute Sicherheit gibt es nicht!!!
- Sicherheit muss nicht teuer sein
- Kostenpflichtige Sicherungsprogramme müssen nicht besser sein. (Lest Vergleichstests!)
- Es nutzt jedoch nichts, wenn die Sicherungsmaßnahmen den Rechner lahm legen!
(486-er PC und Internet ist schon so ein Ding) - Überdenkt Eure Auswahl an Programmen zum Surfen, Mailen, Chatten...!
- Sicherheitslücken gibt es überall, aber nicht alle werden erkannt!
Virenschutz (das ist erst mal das Wichtigste)
Soweit mir bekannt ist, gibt es nur ein gutes Virenschutzprogramm, dass für Privatanwender (also nicht für Schulen, wohl aber für Schüler) kostenlos ist:
Avira AntiVir Personal - FREE Antivirus
Man kann es unter http://free-av.de herunter laden.
Zur Installation startet man die Datei avwinsfx.exe. Die Installation geht richtig simpel und man muss kaum etwas konfigurieren.
An derselben Stelle findet man auch ein deutsches Handbuch.
Ein Anti-Viren-Programm benötigt fortlaufend Aktualisierungen aus dem I-net, sonst kann es nicht effektiv schützen. In AntiVir PE ist, genauso, wie in vielen anderen Programmen, ein Tool integriert, das alle 14 Tage zum Update auffordert oder gar das Update automatisch aus dem Internet zieht.
Also: Ho-Ho-Holt sie Euch, die Updates!
Vor einer Weile erschien ein für Privatanwender kostenloser Virenscanner von BitDefender.
Download:http://de.bitdefender.com/bd/site/products.php?p_id=24
Man beachte aber unbedingt, dass bei BitDefender in der freien Version kein Virenwächter mitläuft, auch wenn ein Symbol unten rechts (im Systray) sichtbar ist.
Es VERHINDERT NICHT, dass sich Viren im laufenden Betrieb einschleichen können.
Mit BitDefender hat man allerdings ein alternatives Programm zum Suchen und Beseitigen von Viren! Und bekanntlich sieht man ja mit dem zweiten Auge immer besser oder mehr.
Nur in dieser Hinsicht stellt es eine Alternative zu AntiVirPE dar.
Bei AntiVirPE passt der so genannte Guard jederzeit, im Rahmen seiner Möglichkeiten, darauf auf, ob sich etwas Böses während der Arbeit auf die Platte einschleichen will.
Firewall (Schutz vor Angriffen aus dem Internet)
Firewalls schützen grob gesprochen den Rechner vor eindringenden Programmen aus dem Netz / Internet. Außerdem verwehren sie den eigenen Programmen den Zugriff auf das Internet solange, bis man es ihnen erlaubt.
Dazu werden entsprechende Regeln definiert. Wie das im Einzelnen geht, muss man sich dann schon anlesen.
Freeware-Firewalls gibt es mehrere im Internet. Ich selbst nutze die Personal Firewall 5 von Sygate (http://sygate.de). Vor einiger Zeit wurden in mehreren Vergleichstests die Leistungen dieser Firewall besonders hervorgehoben. Außerdem gewährten die Grundeinstellungen nach Installation für den ungeübten Benutzer einen hinreichenden Schutz.
Allerdings ist es leider so, dass diese Firewall nicht mehr weiter entwickelt wird und damit vielleicht nicht mehr unbedingt zu empfehlen ist.
Inzwischen richtig gut ist auch ZoneAlarm von ZoneLabs:
(http://download.zonelabs.com/bin/free/de/download/znalm.html).
Diese ist auch in deutscher Sprache erhältlich. Sie lässt sich relativ leicht einstellen, da sie m.E. einen guten Assistenten hat. Deutsche Anleitungen findet man außerdem im Internet.
Wenn Ihr Eure Firewall richtig scharf machen wollt, müsst Ihr Euch jedoch richtig umfassend informieren, um zu verstehen, was in Eurem Rechner abgeht.
XP-Benutzer wissen sicherlich, dass Windows ab SP2 eine eigene Firewall mitbringt.
Bitte beachtet, dass auf Eurem PC wirklich nur genau eine Firewall läuft. Während zwei Antivirenprogramme das System i.d.R. nur verlangsamen, sollen mehrere aktive Firewalls den Rechner instabil machen. Viel hilft eben nicht immer viel.
Anti-Dialer (Schutz vor teurer Abzocke)
Ein Dialer ist ein Einwahlprogramm für kostenpflichtige I-net-Angebote und damit erst mal nichts Böses.
Oft jedoch werden Dialer illegal, also ohne das Wissen des Nutzers, auf dem Rechner installiert. Das wurde jetzt unter Strafe gestellt werden. Ob's was nutzt???
Um den eigenen Rechner vor bösartigen Dialern zu schützen, sollte man, wenn man mit Modem oder ISDN surft, ein Anti-Dialer-Programm installieren.
Da die Entwicklung von YAW (Yet Another Warner) eingestellt wurde, habe ich keinen so richtigen Tip für ein gutes Anti-Dialer-Programm.
Nachfolger ist das Programm a2 free unter der Adresse: http://www.emsisoft.de/de/software/free/
Übrigens brauchen auch Leute mit DSL einen Anti-Dialer, wenn sie nebenbei zum Faxen eine ISDN-Karte oder ein Modem an der Telefonbuchse haben.(Oder Ihr macht es wie ich: Ich stecke das ISDN-Kabel nur, wenn ich wirklich faxen will. Wer's nicht glauben will, zahlt vielleicht!
Computer, die nicht direkt, sondern über ein anderen Computer oder einen Router ins I-net gehen, brauchen keinen Anti-Dialer! )
Browser, Mail-Clients,...
Es muss nicht immer Microsoft sein!!!
Zugegeben, Microsoft ist der Marktführer, fast Monopolist. Und sie tun auch was dafür, jedoch oft zu wenig, um die Sicherheit für die Benutzer Ihrer Programme zu gewährleisten.
Mich persönlich nervt der ganze Theater mit den Sicherheitsupdates, Service-Packs und wie der Unfug noch heißen wird. Aber man kommt nicht umhin.
Sicherheitslöcher wird es immer geben, genau wie die kranken Hirne, die nach ihnen suchen.
Ich würde ich mich, wenn ich Schaden anrichten wollte, auch auf die am meisten verbreiteten Programme stürzen. Schließlich will man ja die Gewissheit haben, dass man auch maximalen Schaden anrichtet. Da ist doch ein Browser, den 0.5% der Surfer nutzen, überhaupt kein Ziel. Was stören dessen Sicherheitslücken?
Also konzentriert man sich auf Internet-Explorer (I.E.), Outlook, MS-Office.
freie Alternativen zum I.E.:
Mozilla-Firefox (http://www.mozilla-europe.org/de/products/firefox)
Opera (http://www.opera.com).
Die neuen Versionen von Firefox, Mozilla und Opera sehen nicht nur witzig aus, sondern funktionieren auch richtig gut. Downloads laufen vergleichsweise schnell, im neuen Fenster zu öffnende Dateien werden nur in einer neuen "Registrierkarte" (Stichwort "tabed browsing")geöffnet und nicht gleich einen neuen Browserfenster. Für mich persönlich ist das bequemer.
Eine Bemerkung zum Unterschied zwischen Mozilla und Firefox: Firefox ist wirklich nur ein schlanker Browser, also ein Programm ohne Mail-Client, Chatprogramm ... Schaut's Euch mal im Raum 006 etwas genauer an, bis auf Mozilla sind die Browser installiert.
Vorteil und Nachteil von Opera und Mozilla's zugleich: Sie können aus Gründen der Sicherheit nicht ActiveX. Das heißt, dass Sicherheitsupdates ohne Umweg nur mit dem I.E. klappen. Da die meisten Sicherheitsupdates aber ohnehin für Outlook und I.E. sind, werdet Ihr den I.E. nur selten brauchen. Das entbindet Euch jedoch nicht davon, regelmässig, etwa alle 4 Wochen, auf der Microsoft Seite nach Updates zu suchen.
freie Alternativen zu Outlook:
Mozilla Thunderbird (http://www.thunderbird-mail.de/)
Pegasus Mail (http://www.pmail.com/downloads_maine_t.htm)
Mozilla Thunderbird ist wie Firefox aus dem Mozilla-Browser ausgegeliedert. Netter Weise gibt's das Programm für Windows und für Linux. Wer sich also ein wenig Mühe gibt, kann aus beiden Betriebssystemen auf seine Mails zugreifen und sie auf einer FAT-Partition verwalten.
Ansonsten wird versucht, das Programm schlank zu halten und mit Sicherheitsfunktionen (z.B. einen lernfähigen "Junk-Filter") auszustatten.
Bemerkenswert ist, dass Mozilla sehr schnell aufgefundene Sicherheitslöcher stopft. (Natürlich muss man sein Mail-Programm auch auf dem aktuellen Stand halten!)
Pegasus sieht vom Outfit etwas verspielt aus, leistet mehr als Post Me, funktioniert jedoch genial und auch einfach. Einzige Hürde ist vielleicht, die deutsche Sprachdatei zu installieren. Aber inzwischen gibt's das Teil auch vollständig in deutscher Sprache.
Alternativen zu MS-Office:
Openoffice.org(http://de.openoffice.org/index.html)
Star-Office
WordPerfect® Office X3 (von Corel)
Openoffice.org ist die einzig frei erhältliche Office-Suite. Jedoch dürfte das Herunterladen etwas langwierig werden. Openoffice ist die Open-Source-Variante von Star-Office. Beide Programme enthalten eigentlich alles, was der Heimanwender benötigt. Außerdem sollen sie voll dateikompatibel zu MS-Office sein. OOO liest sogar DOCX-Dateien. Ich würde mal sagen, sie sind relativ kompatibel.
In vielen Beurteilungen wird die wesentlich einsichtigere Benutzerführung im Vergleich zu MS-Office hervorgehoben. Wer z.B. wie ich von LOTUS kommt, findet sich in Openoffice oft schneller zurecht als in MS-WORD.
Da Openoffice eigentlich das Office-Programme unter Linux ist und Linux "im Kommen" zu sein scheint, wenden sich verstärkt einige Computerzeitungen mit Beiträgen und Sonderausgaben an den geneigten Leser. Auf diese Weise kommt man schnell an Know-how heran, ohne wahnsinnig viel Geld für Bücher ausgeben zu müssen. Auf den Heft-CD's finden sich oft auch noch viele Vorlagendateien für die verschiedensten Anlässe.
Word-Perfect kostet ca. 150€, ist in den USA recht beliebt und mir nur mal vor Jahren ganz kurz als OEM-Version zu einem Computer untergekommen.
Interessant war, dass Corel Draw mit zu diesem Pack gehörte. Auf Corel Draw war ich scharf und deshalb hatte ich gerade diesen Rechner gekauft. Zum Spaß hatte ich auch alle anderen WordPerfect-Programme installiert und ein wenig studiert. Sah alles sehr hübsch und übersichtlich aus, aber ich hatte meine eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten. Später habe ich alles außer Corel Draw aus Speicherplatzgründen wieder gelöscht. Das soll aber nicht heißen, dass es schlechte Programme waren oder dass die, die ich benutze, wirklich besser sind.
(aktualisiert im Februar 2010)





